Meer, Lagune und Kunst...

Nach 10 Jahren wollen wir Venedig wieder einmal einen Besuch abstatten. Diesmal ist unser Kristof, nun 4 Jahre dabei. Also gibt es auch Camping, Meer und Boot fahren. Wie interessant für Ihn der Markusplatz ist werden wir nämlich noch sehen. Aber er ist schon gespannt auf die Stadt ohne Autos und Straßen dafür aber mit vielen Booten und Kanälen...

DSC0001Unser gebuchtes Angebot des "Camping Village CAVALLINO" heißt wirklich so: "Meer, Lagune und Kunst". Es beinhaltet neben dem Aufenthalt im Mobilhome auch Bettwäsche und Handtücher sowie Waschmaschienenbenutzung aber auch Strandservice, 1 typisch venezianisches Abendessen und für alle Drei 24-Stunden-Tickets für Venedig und dann noch ein paar Sachen die wir jetzt nicht so dringend benötigen wie gratis Internet und einen Safe. Also sind wir recht gut versorgt.

Wir fahren am 16. April so gegen 9.20 Uhr aus München ab. Es sind ca. 5-6 °C und auf dem Auto war noch Frost. Na hoffentlich wird es nicht zu kalt für Urlaub am Meer. Als wir etwa eine Stunde später in Seefeld tanken ist es mit 7°C immer noch recht frisch. Wir wetten also wie es am Brenner aussieht und liegen beide mit 3 und 5°C ganz schön daneben. Es sind 9°C und die Sonne strahlt. Kristof findet da alles aber dann doch etwas langweilig und schläft in Italien erst mal wieder ein.

Flucht in die Sonne

Ende Mai und es regnet immer noch! Wie weit müssen wir von München weg um Sonne zu finden? Ins schöne Südtirol. In Leifers nahe Bozen schlagen wir unser Zelt auf. Endlich Sonnenschein und kurze Hose.

Ankunft im Sommer

Ca. 15.30 Uhr ist es soweit. Micha Hat Feierabend und das Auto ist gepackt bis unters Dach. Wir Drei begeben uns in unseren Volvo und wir suchen die Sonne. In München sind es ca. 17 °C und wolkig. Es reicht! Wir wollen etwas Sommer!

Kurze Begegnung mit der Cinque Terre

Leider können wir nur wenige Tage erübrigen, denn Micha beginnt am 01. April mit seiner neuen Arbeit. Also fahren wir vom 27.03. bis 31.03. nach Deiva Marina. Ein Badeort in Ligurien zwischen Portofino und der Cinque Terre.

Das Hotel „Clelia“ haben wir zufällig auf der Messe “ f.r.e.e.“ entdeckt. Wir haben aufgrund der noch unstabilen Temperaturen eine Suite mit Jacuzzi und Whirlpool für uns drei gebucht.

 

Nach dem Frühstück geht es am Samstag los und nur mit einer größeren Pause in Kaltern zum Mittagessen kommen wir gegen 17.00 Uhr im Hotel an. Die Suite ist wirklich richtig schön. Die großen Betten für uns drei optimal und der Fernseher für den Sandmann ist auch vorhanden. Falls wir unsere E-Mails vermissen gibt es auch einen PC mit freiem Internetzugang.

Aber jetzt wollen schnell zum Meer schauen. Kristof fragt uns schon wo es ist. Wir brauchen nicht einmal 5 Minuten und stehen vor einer tosenden Brandung und in ganz viel Sand. Ideal für unseren Kleinen.  Wir bleiben am Strand bis die Sonne untergeht.

Zurück im Hotel geht Kristof noch auf den kleinen Spielplatz. Danach machen wir uns zum Essen im Restaurant fertig. Ich habe keine Halbpension gebucht aber wir nehmen fast jeden Abend mit unserem Hotel vorlieb, da die Saison noch nicht angefangen hat und wir nicht viele offene Restaurants finden.

Wir großen bekommen erst einmal Prosecco und bestellen eine Platte mit frittierten Meeresfrüchten. Als Vorspeise reicht man uns einen Meeresfrüchtesalat. Kristof hilft dem Papa gern bei den Muscheln. Auch die Garnelen schmecken ihm. Eine Panna Cotta für Mama und Kristof und ein Espresso runden das Abendessen ab. Noch mal schnell nach draußen schauen und dann aber ab ins Bett. Leider ist der Fernseher im Schlafzimmer wo nun unser Kind schläft aber wir wollen eigentlich auch nicht mehr lange rumsitzen und folgen bald unserem Sohn ins Reich der Träume.

 

Am nächsten Morgen ist erst einmal der Whirlpool an der Reihe. Da muss ganz schön viel Wasser rein. Also lassen wir Kristof da lieber noch nicht allein planschen. Es macht Spaß. Danach begeben wir uns zum reichhaltigen Frühstücksbuffet und langen kräftig zu. Kristof flitzt nun zum Spielplatz und Micha erkundigt sich nach der Bahn, die uns in die Cinque Terre bringen soll. Alle noch fertig machen auf unserem Zimmer und dann ab zum Bahnhof. Der ist nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Kristof nimmt sein Laufrad mit und auch die Sonnenbrille darf nicht fehlen. Schließlich sind wir ja in Italien!

Dann fahren wir mit der Bahn ca. eine dreiviertel Stunde bis Riomaggiore. Das Wetter ist übrigens genau richtig. Viel Sonne und für die Jahreszeit schon recht warm mit ungefähr 17 °C. Am Bahnhof angekommen fahren wir erst einmal mit dem Fahrstuhl noch oben. Dort führt uns ein Weg hoch über dem Meer vorbei an Zitronenbäumen zum Zentrum von Riomaggiore. Vor der Kirche stecken Palmwedel im Boden. Es ist Palmsonntag. Wir haben wunderschöne Ausblicke über das Meer und den Ort.

Dann geht es wieder hinab, zwischen den verschachtelten bunten Häusern die hier an den Klippen kleben, vorbei an Restaurants und Geschäften. Wir genehmigen uns ein Stück Pizza auf einer Bank und ein kühles Getränk. Immer wieder kommen wir an monumentalen Wandmalereien vorbei. Sie zeigen die Menschen bei der Arbeit in hellen kräftigen Farben.

Dann sehen wir von einem Terrassenplatz das schäumende Meer. Da wollen wir hin! Also los nach unten. Die bunten Boote liegen hier geschützt an Land. Mit Kristof erklimme ich ein paar Treppen um eine schöne Sicht auf Riomaggiore zu haben. Nach ein paar Fotos geht es wieder ab zu Papa. Und Kristof besteigt erst einmal die Fischerboote mit denen er am liebsten auf das Meer will. Aber bei den Wellen, keine Chance. Genauer schaut er sich nun auch ein Fischernetz an.

Wir gehen nun wieder durch einen Tunnel zurück zum Bahnhof. Unweit von hier beginnt der „Via del Amore“ nach Manarola. Noch eine kurze Erfrischung mit Blick aufs Meer und wir machen uns auf den Weg. Dieser gehört zum Naturpark Cinque Terre und wir Erwachsenen zahlen 5 Euro für den Tag. Es sollen lt. Angaben 15-30 min. bis nach Manarola sein.

Der gepflasterte Weg führt entlang der Küste und ist zum Teil überdacht. Überall gibt es Tafeln mit Namen zum Gedenken an die Lieben und Netze mit Schlössern. An den Wänden und sogar den Agaven findet man die Namen, derer die hier waren und das mitteilen wollten.  Die Flora ist jetzt schon schön anzusehen, blaue, gelbe und pinke Blüten zum Beispiel. Das Wahrzeichen des Weges ist ein sich küssendes Paar.

Nach ca. 20 min. sehen wir Manarola. Die Häuser schmiegen sich eng an die Felsen die ihre Front auch schon mal ganz teilen. Wir gehen vorerst am Bahnhof vorbei und werfen einen Blick auf das zweite Dorf der Cinque Terre. Auch hier viele bunte Häuser dicht an dicht und überall die Fischerboote. Kristof und Micha legen eine Eis-Pause ein und ich schaue runter zum Meer für ein paar Fotos. Eine Gruppe bittet mich ein Foto. Der junge Mann fragt auf Englisch: „Could you please make a picture from us?“  Dies sorgt für Erheiterung bei dem Rest.  Ich “take a photo” und kehre zurück zu meinen Männern.

Der Weg geht hier zwar an der Küste noch weiter aber unser Kristof ist so lange Wanderungen noch nicht gewohnt und somit fahren wir mit der Bahn zurück nach Deiva Marina.

Nach einer Verschnaufpause bekommt Kristof Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel an und wir gehen mit einer Schaufel an den Strand. Kristof ist quietschvergnügt.

Zum Sandmann sind wir pünktlich auf unserem Zimmer und danach wird im Restaurant köstlich geschlemmt. Da das immer ein wenig Zeit in Anspruch nimmt ist es nun auch höchste Zeit fürs Bett für unseren Sohn. Wir surfen ein wenig im Internet und verkriechen uns dann auch unter der Decke.

Am nächsten Morgen fühlt sich Micha nicht so gut. Erlegt sich nach dem Frühstück nochmal hin. Ich gehe mit Kristof erst um die Ecke auf den Spielplatz und dann an den Strand. Dort sammeln heute einige Leute Steine. Kristof hat bald auch eine kleine Sammlung zusammen. Ansonsten ist er völlig beschäftigt mit Sand und Wasser, wieder in Matschhose und dem restlichen Drumherum. Am Anfang war es überall noch etwas nass vom nächtlichen Regen aber langsam lockert es sich auf und die Sonne kommt raus. Nach ca. 2 Stunden gehen wir langsam zum Hotel zurück. Micha hat noch ein wenig geschlafen und fühlt sich nun wieder besser.

 

Weil es gestern so gut geklappt hat, wollen wir auch heute wieder mit der Bahn fahren. Diesmal geht es nach Vernazza, eines der wohl schönsten Dörfer Italiens. Nach ca. 20 min. fahrt sind wir dann auch da. Jetzt scheint die Sonne richtig und es sind ca. 20 °C.  Als erstes geht es auf einen Spielplatz, Klettern, Rutschen, Schaukeln. Dann lassen wir uns von Vernazza verzaubern, von den vielen bunten Häusern und die Booten, den Restaurants und dem Meer. Wir essen Pizza mit Blick aufs Meer und genießen die Sonne. Das Wasser schwappt auf den kleinen Platz vor uns. Kristof übt noch Klettern auf den großen Steinen die das Meer bremsen sollen. Sieht ganz schön gefährlich aus.

Nun geht es langsam wieder zum Bahnhof. Wir fahren eine Station bis nach Monterosso al Mare. Dort steigen wir aus und setzen uns ans Meer. Schnell Schuhe und Strümpfe aus und das Wasser testen. Bei Kristof muss auch noch die Hose runter. Er rennt bei Mama oder Papa rein ins Meer und flüchtet wenn die Wellen kommen. Da geht eine ganze Weile so. Somit sehen wir von Monterosso al Mare nur den Strand und die paar Häuser am Meer. Aber wir genießen es.

Dann geht es wieder mit der Bahn zurück und in den Whirlpool. Zu Abend wollen wir heute woanders essen. Das gestaltet sich etwas schwierig. Wir finden dann aber eine Pizzeria, wo auch noch ein paar Tische besetzt sind. Leider ist Kristof nach ein paar Bissen dermaßen müde, dass wir die Pizza einpacken lassen und die mit ins Hotel nehmen. Kristof schläft dort sofort ein. Wir knabbern noch ein wenig an unserem Abendbrot und gehen dann auch schlafen.

Heute ist unser letzte Tag und alles ist grau in grau. Hoffentlich regnet es nicht wie angesagt den ganzen Tag. Diesmal geht Micha mit Kristof an den Strand und ich erledige ein paar Anrufe. Noch regnet es nicht aber es hat sich abgekühlt.

Wir fahren heute mit dem Auto nach Sestri Levante. Hier waren wir vor ein paar Jahren schon einmal. Kristof schläft schnell ein in seinem Kindersitz. Wir fahren durch ein paar Tunnel die nur wechselseitig befahrbar sind. Es geht aber trotzdem recht fix. Wir finden in Sestri an der Baia delle Favole ein kleines Restaurant zum Nudeln essen. Ich denke das Personal ist froh über die Abwechslung, die wir bescheren. Dann gehen wir durch die Straßen und kaufen Kristof ein kleine Boot zum Spielen. Es beginnt zu regnen und zu stürmen und wir retten uns vor einer Kirche vor dem  Nass. Ich gehe allein noch schnell durch eine kleine Gasse und mache zwei Bilder von der Baia del Silencio, die einfach traumhaft ist selbst bei Regen und Sturm. Dann warten wir bis das Unwetter etwas nachgelassen hat und wir gehen zum Auto.

In unserer Suite angekommen muss der Whirlpool wieder ran und dann essen wir auch wieder in unserem Restaurant. Kristof will unbedingt Muscheln und die soll er auch bekommen.

Am nächsten Tag geht es gleich nach dem Frühstück zurück nach München. Etwas kurz aber wirklich schön.

Am Gardasee mit Kleinkind und Freunden - Kleine oder große Katastrophen?

Nun ist es soweit. Das erste Mal fahren wir mit Kristof (1 Jahr) an den Gardasee. Wir waren schon einige Male hier auf dem 'Camping Du Parc' in Lazise. Wir waren allein da oder mit Familie oder Freunden, mit Zelt oder im MaxiCaravan und immer wieder kommen wir gern hierher auf den Platz nahe dem ruhigen aber wunderschönen Ort am Gardasee.

Abfahrt aus München

Es geht schon los! Unser Kleiner hat die letzte Nacht recht gut geschlafen und das ganze Packen nicht so ernst genommen. Nur die Mama hat kaum ein Auge zugetan. Irgendwie lag ich also fast die ganze Nacht wach ohne konkrete Gedanken oder Sorgen nur mit allem Möglichen im Kopf herumschwirren. Na toll! Michael und Kristof sind nochmal ins OEZ gegangen um sich Lektüre zu besorgen. Ich geh dann also Duschen. Kaum fertig klingelt das Telefon. Unsere Freunde aus Stuttgart stehen gleich vor der Tür. Glücklicherweise ist der Leberkäs im Ofen und die meisten Sachen sind schon im Auto verstaut. Also Reisebett, Hochstuhl, Picknickdecke unsere Klamotten usw. Aber irgendwie stehen hier noch tausend Sachen. Spielzeug (hoffentlich haben wir das Richtige eingepackt), Badesachen, Kinderkraxe und und und ... Nachdem alle eingetroffen sind gibt es dann Mittagessen, der Rest kommt in die Autos und es geht ab gen Brenner.

Ankunft in Lazise

Also wir sind ca. 13.15 Uhr losgefahren und haben an der Rasstätte Inntal die Vignette gekauft. Getankt wird an der Europabrücke. An der Autobahn ist es aber auch nicht soviel günstiger als in Deutschland. Kristof ist eingeschlafen mitten im Spielen mit seinem Buch. Bis jetzt ist er sehr gut drauf. An der Raststätte Schlern geht es noch schnell auf Toilette und da Kristof noch schläft machen wir uns gleich weiter. Unser Kleiner wacht zwar dann bald auf ist aber guter Dinge und spielt schön mit mir. Gegen 17.30 Uhr fahren wir auf den Campingplatz in Lazise. Die Fahrt ging gut, da wenig Verkehr war. Wir übernehmen unseren reservierten MaxiCaravan die Nr. 18. Jetzt gibt es doch ein kleines Problem. Irgendwie hätten wir vorher die Abmaße etwas genauer betrachten sollen. In das Zimmer mit dem Doppelbett paßt das Reisebett gerade so rein wenn wir das Bett an die Wand schieben. Am Kopf stört dann bloß der Nachttisch. Pech! Müssen wir morgen nochmal überdenken. Dann zeigen wir Ines, Olaf und natürlich Kristof den Platz und gehen runter zum See - nur kurz. Wir wollen noch in den Supermarkt nach Affi. Irgendwie wird es nun aber recht spät und etwas konfus. Wir ärgern uns etwas - die Planung mit Kleinkind klappt noch nicht so. Von Affi fahren wir über Bardolino zurück zum Platz während Kristof im Auto schläft. Glücklicherweise ist er aber trotzdem später beim Abendbrot noch kooperativ und isst super. Das mit dem Schlafen ist doch verzwickter als gedacht, da wir das schlafende Kind nicht ins Reisebett bekommen ohne kopfüber hinterherzustürzen. Also verbringen wir die Nacht zu Dritt im Bett. Alles ziemlich unbequem Kristof rutscht dann fast zwischen Bett und Reisebett und Micha klagt über Kopfweh und Kälte - hoffentlich ist da nichts im Anzug.

Unser Umzug

Nach dieser Nacht haben nun beschlossen doch in etwas Größeres umzuziehen. Da es im Moment auch regnet, wird es wohl doch etwas unbequem hier. Also nachdem unsere drei Männer bei der Rezeption waren kommen sie gleich mit mehreren Schlüsseln wieder. Der eine gehört zu einem MaxiLido. Der ist näher am Spielplatz und See gelegen und ca. 1m breiter und es gibt einen LCD-Fernseher. Hier würde das Reisebett reinpassen und es insgesamt etwas mehr Platz. Durch die Klimaanlage wäre es hier auch schnell warm. Nicht schlecht und kostet nur 10 Euro pro Tag mehr. Der nächste Schlüssel ist für eine VillettaLux. Hier ist natürlich noch mehr Platz, jedoch stehen in einem Zimmer Doppelstockbetten aber ein drittes ist darunter gerollt. Es gibt Fernseher und Kaffeemaschine. Auch hier ist eine Klimaanlage die aber ausgerechnet in der Villetta gerade nicht richtig funktioniert dafür ist hier noch eine Heizung drin. Was uns aber skeptisch macht, ist der Herd sobald man die elektrische Platte einschaltet kommt der FI-Schalter - also Strom weg. Die Gasplatten sind auch nicht voll intakt. Und wie schon die Dame an der Rezeption sagte ist es hier durch den Steinboden einfach kühler. Micha und Ines gehen nochmals zur Rezeption. Olaf und ich fangen an zu packen. Oh... das ist aber schon viel Zeug nach einer Nacht hier. Die Entscheidung fällt dann zugunsten einer anderen VillettaLux - in die andere kommt erst mal der Handwerker. Die ist nahe am Pool gelegen, der aber reichlich kalt ist bei dem Wetter. Also mehr Platz, Kaffeemaschine und Fernseher gibt es für 15 Euro mehr am Tag. Die Terrasse ist hier auch trockener. Kristof hat beschlossen uns zu helfen und während des Umzuges super geschlafen.

 


 

 

 

Jetzt kann der Urlaub beginnen

Es hat aufgehört zu regnen und wir machen uns zu Fuß mit Kinderwagen nach Lazise auf. So fühlen wir uns schon wesentlich besser. Am See geht es dann gleich zum Mittagessen ins 'Cafe Rivera Gelateria'. Der Hochstuhl für Kristof ist ein wenig seltsam und er will auch nicht lang drin sitzen. Es ist so eine Art Campinghochstuhl mit Gurt. Aber die Kellner sind super nett und von unserem Kleinen ganz entzückt. Er isst auch seine Portion Spagetti Bolognese ca. zur Hälfte auf (immerhin eine Erwachsenen-Portion). Micha und ich greifen zur Pizza und Ines zu Lasagne und Olaf zu Tortellini. Wir sind alle sehr zufrieden und als Nachtisch gibt es Eis. Auch hier ist Kristof kein Kostverächter. Wieder draußen ist es richtig sonnig. Wir füttern noch die Enten und den Schwan, was volle Begeisterung bei Kristof hervorruft und wir müssen aufpassen, dass er nicht in den See springt. Dann schlendern wir durch die Gassen und Kristof schläft auf dem Heimweg ein. Kaffe giebt es dann in der Sonne vor unserer Hütte und Kristof spielt auf der Decke im Grass. Danach erkunden wir den Spielplatz und Mama plumpst immer beim rutschen mit Kristof auf den Po. Fällt aber weich auf den extra Boden. Kristof mag hier gar nicht mehr weg. Aber dann muß es doch sein. Wir essen Abendbrot und im Fernseher läuft 'Traumschiff Surprise'.

Sirmione

Gegen 7.00 Uhr wird Kristof wach und wir auch so langsam nacheinander. In der Nacht haben wir im Doppelstockbett getauscht und Kristof hat erst mit Mama und dann mit Papa im Bett geschlafen. Micha macht sich auf um Brötchen zu besorgen. Leider gibt es keine mehr nur noch Schokocroisants und die 'Süddeutsche Zeitung'. Wir schaffen es noch am vormittag nach Sirmione aufzubrechen. Auf dem Parklplatz lösen wir zunächst für zwei Stunden und entscheiden uns die Jacken im Auto zu lassen, da die Sonne lacht. Leider wird es dann doch etwas kühl. Wir kaufen uns wie eigentlich jedesmal wenn wir hier sind einen Fruchtmix und gehen dann durch das Tor in die Altstadt. Wir wandern durch die Gassen und kommen eigentlich eher zufällig auf einen Spielplatz. Kristof kommt auf seine Kosten, schaukeln, rutschen und Treppen klettern. Gelaufen wird natürlich auch. Nach ca. einer Stunde gehen wir wieder in den Ort und suchen uns was zum Mittagessen. Kristof kann zwischen Gnocchi und Lasagne wählen ist aber wohl mit Beidem nicht so ganz zufrieden und isst somit eher wenig. Ein Hochstuhl ist hier aber vorhanden und das Interesse an unseren 'Bello' wieder groß. Wir haben einen Becher Keks mit Milch dabei, den vertilgt er anstandslos und auch Mamas Pannacotta scheint ihm zu schmecken. Nachdem Olaf das Parktickett noch verlängert hat geht es weiter in Sirmione. Wir bekommen einen gestickten Schriftzug 'Kristof' geschenkt, den die Frau hier so aus dem Stehgreif schnell mal anfertigt auch ganz entzückt von unserem Kind mit den blauen Augen. Gegen 15.00 Uhr fahren wir zurück und Kristof schläft ein. Bei der Ankunft ist er immer noch am Träumen und Olaf und Ines nehmen ihn mit zu sich. Wir gönnen uns etwas Ruhe. Aber wir brauchen dann doch niemanden wecken. Das macht doch immer noch unser Kind. Aber nach einem erstaunten Blick, dass er nicht bei Mama und Papa, spielt er friedlich bis auch wir wieder aufstehen. Dann gibt es Kaffee auf der Terasse.

Garda

Es sieht nun etwas regnerisch aus. Wir machen uns auf den Weg nach Garda und nehmen die Kindertrage mit. Wir drehen eine Runde und essen völlig unüblich für die Gegend Fisch and Chips. Die Reste der Sardinen aus dem Fischmix werden an die Enten verfüttert und dann beginnt es zu regnen. Wir kommen an einem Supermarkt vorbei und kaufen da noch ein paar Kleinigkeiten. Zurück auf dem Campingplatz spielen wir noch ein wenig dann gibt es Abendessen. Die Erwachsenen schauen sich 'Barfuß' mit Til Schweiger an. Leider wurde ja hier die Tanzszene mit unserer Freundin aus Wolfsburg geschnitten.

Verona

Diese Nacht hat sich Kristof erst gegen 2 Uhr gemeldet und ist dann zu uns ins Bett gekommen. Wir werden dann auch erst man stauen so ca. 8.15 Uhr von ihm geweckt. Vielleicht hat er ja mitbekommen, dass es regnet und recht trüb ist. Diesmal haben wir mehr Glück mit den Brötchen und somit frühstücken wir erst einmal gemütlich. Es dauert alles etwas länger und wir kommen erst kurz vor dem Mittag weg. Da es immer noch regnet heißt unser Ziel Verona. Irgendwie haben wir uns Richtung Arena etwas verzettelt und es dauert ein wenig bis wir den richtigen Parkplatz finden. Kristof ist das einerlei, er macht gerade sein Schläfchen und wird erst im Parkhaus wach. So ein pflegeleichtes Kind ager sicher wird sich auch dies später wieder ändern. Wir gehen also mit unseren Schirmen los an der Arena vorbei durch die Einkaufsstraße Via Mazzani zur Piazza del Erbe. Dort fliegen wir ins 'Cafe Ai Lamberti' ein. Hier gibt es keinen Hochstuhl aber nette Kellnerinnen und leckere Spagetti für Kristof. Da haut er ganz schön rein. Danach schauen wir uns 'Julias Balkon' vom Hof aus an, vorbei an den überaus bunten Wänden, an denen wohl schon tausende von Touristen sich verewigt haben. Dann heißt es shoppen. Wir finden tolle Sachen für Kristof von 'Bluekid' ein prima Holzxylophon und noch ein tolles Spielzeug. Schon im Laden ist Kristof mit vollem Eifer dabei. Gewickelt wird er fix in der Umkleidekabine. Als wir wieder auf der Straße sind hat der Regen fast aufgehört. Wir streifen noch durch die Geschäfte und fahren dann zurück. Ein kurzer Stopp mal wieder in Affi am Supermarkt - heute gibt es was zum Grillen.

 


 

 

 

Zurück am See

Wieder in der Villetta angekommen, machen sich die Männer ans Grillen und wir schauen mit Kristof zum See. Die Sonne zeigt sich plötzlich. Kristof hat hier so viele Steine zur Verfügung, da will er gar nicht mehr weg. Auf dem Spielplatz machen wir noch Laufübungen und er schafft schon so 3-4 Schritte zwischen uns ohne sich festzuhalten. Dann gibt es das Fleisch vom Grill!

Strahlender Sonnenschein!!!!

Ca. 7.30 Uhr ist aufstehen und frühstücken angesagt. Die Sonne strahlt und es ist Markt in Lazise. Das Thermometer ist von 9 °C auf 19°C gestiegen und das um 10.30 Uhr. Wir machen uns auf den Weg am See entlang. Der Markt verteilt sich in der kompletten Altstadt und wir schlendern von Stand zu Stand. Es gibt einen Gürtel für Olaf und eine weiße Lacktasche für Ines. Es macht Spaß durch den Orstskern, der von einst wehrhaften Mauern umschlossen ist, zu spazieren und von einem Platz zum anderen zu kommen.

Mittagessen in herrlicher Atmosphäre

Es gibt Mittag in dem 'Ristorante Al Castello' direkt am Kastell mit herrlichem Garten. Wir bekommen sofort einen Hochstuhl und eine Kinderportion Spagetti angeboten. Kristof isst wieder mit viel Appetit auch meine PannaCotta, nach den Garnelen mit Rucola und Parmesan, scheint ihm zu schmecken. Aurf der Wiese ist er gern bereit laufen zu üben und ist quietschvergnügt. Nachdem wir alle ausgezeichnet gespeist haben geht es zum Spielplatz vor den Mauern an der Via Rosenheim (Rosenheim ist Partnerstadt von Lazise). Alles wird nun ausprobiert - rutschen, schaukeln, Treppen krabbeln und Wiese laufen - bis Kristof müde ist. Er schläft bis zum Campingplatz.

Pooltest

Dort wird nun der Pool gestestet. Wir haben unsere Mühe Kristof vom kalten Wasser ferzuhalten. immer wieder krabbelt er an den Poolrand und wir müssen sprinten. Da es so schön warm und sonnig ist wird auch kurz geschwommen. Kristof darf im Waschbecken draußen baden mit Gieskanne und warmen Wasser. Später fahren Micha und Olaf noch was für den Grill holen und es wird ein zweites Mal gegrillt. (Wir hatten zwei Einmalgrills geholt). Der Abend klingt mit dem 'Bullen von Tölz'aus.

Peschiera

Heute ist es schon wieder wolkig und nicht mehr so warm. Kristof war auch in der Nacht etwas lauter und hat länger gebraucht um wieder einzuschlafen. Wir fahren nach Peschiera. Dort streifen wir durch die Geschäfte und an der österreichischen Festung entlang. Wir sitzen ein wenig in der Sonne. Mittag gibt es im Restaurant 'Bella Vista'. Auch hier steht uns ein Hochstuhl zur Verfügung und das Essen klappt gut. Man ist flexibel, denn ich bekomme meinen Parmaschinken auch wenn keine Melone verfügbar ist.

Baggerspiele am See

Wieder auf dem Campingplatz angekommen legt sich Ines ein wenig hin. Der Rest geht mit Bagger an den See. Das ist recht lustig wird aber irgendwann etwas zu windig sodass wir zur Hütte zurückgehen und Kaffee trinken. Dann gehen wir nochmal nach Lazise rein und ich bekomme ein paar Schuhe, während Kristof mit der Verkäuferin flirtet. Als es zu regnen beginnt geht es schnell heim ins trockene.

Heimfahrt mit Hindernissen

Es ist der 18.04.08 unser Abreisetag und es regnet. Wir sind gegen 8.00 Uhr wachgeworden haben gefrühstückt und gepackt. Es geht alles recht fix vonstatten. Wir verlassen die VillettaLux besenrein und begleichen die Rechnung. Es ist ca. 10.15 Uhr und wir verlassen den Platz. Als kleines Geschenk gibt es eine Haarbürste mit Spiegel. Kristof findet die toll. Wir fahren nochmal nach Affi um den Wochenendeinkauf zu erledigen. Dann geht es wieder über Garda am See entlang Richtung Riva. Ein Schild kündigt eine Straßensperrung zwischen Torbole und Riva an aber wir nehmen diese nicht so recht für voll. Erst als wir kurz hinter Malcesine angehalten werden registrieren wir das richtig. Man bittet uns umzudrehen und ab Malcesine mit der Fähre nach Riva zu fahren. Das ist aber ungünstig. Wir sind bisher nur einmal mit der Fähre übergesetzt und fanden das Preis-Leistungsverhälnis damals nicht gerade passend. Also erst einmal bis zur Anlegestelle. Dort sagt man uns, dass beide Fahrzeuge mitkommen, die Fähre in einer viertel Stunde fährt und nichts kostet. Gut dann bleiben wir, sonst wäre nur die Rückfahrt nach Garda möglich. Wir warten dann doch etwas länger und es tropft munter weiter vor sich hin aber eigentlich haben wir ja auch Zeit. Kristof wird wieder von ein paar Mädels umschwärmt und die Zeit geht doch schnell vorbei. Die Fähre braucht dann ca. 45 min. bis Riva. Es sind ca. 20 Autos mitgekommen. Kristof ist wieder mal Fotomodel und bekommt etwas zu Essen. Aber in Riva kommt langsam die Sonne zum Vorschein. Wir parken am Bahnhof und suchen uns etwas zum Essen wie geplant. Das finden wir im Hotel Centrale. Der Kellner ist vorzüglich und bringt schon alle Dinge bevor wir sie aussprechen können. Der Hochstuhl ist lustig, er wird am Tisch festgemacht und ist aus Stoff. Dann kommen extra Teller, Löffel, Serviette als Latz und zum Abschluß noch eine Kugel Eis. Kristof wird von jedem bewundert der am Tisch vorbeigeht und von den meisten auch gestreichelt. Ihn scheint das nicht zu stören. Er isst diesmal weniger, da ja schon auf der Fähre versorgt und somit passt es. Mit Wickeln wird es wieder etwas problematisch aber im ersten Stock finden wir etwas und dann kann es weitergehen. Wir bummeln bis zum Auto und dann geht es mit nur einer kurzen Unterbrechung um den Blick über den See zu genießen Richtung Heimat. Wir fahren in Rovereto auf die Autobahn gen Norden. Immerhin ist es jetzt doch schon ca. 16.00 Uhr. Unterwegs wird kurz getankt und hinter Innsbruck verabschieden wir uns von den Stuttgartern. Kristof bekommt nochmal Auslauf und Obst über Innsbruck und dann geht es über Garmisch nach Hause. Kurz nach 20.00 Uhr ist es geschafft. Ankunft in München.

Fazit: Es war nach anfänglichen Schwierigkeiten ein gelungener Urlaub. Am ganzen Gardasee (zumindest wo wir waren) war man sehr kinderfreundlich aber manchmal muß man etwas erfinderisch sein z. Bsp. in Bezug auf wickeln. Wir werden aber gern auch mit Kristof wiederkommen, denn ihm scheint es auch Spaß gemacht zu haben und er war sehr pflegeleicht - noch....

Lago d'Idro

- eine Woche Steine in den See werfen! Eine Woche Urlaub! Wohin soll es gehen? Eigentlich ist dies eine zusätzliche Woche im September und wir wollen nur ein paar ruhige Tage in der Sonne. Eine Ferienwohnung für uns Drei und ein See sind optimal. Also gen Süden. Am Gardasse waren wir dieses Jahr schon und es wird sicher noch recht voll sein. Also fällt unsere Wahl auf den Idrosee.

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